MEDIEN-INFORMATION
Medizin/Soziales/Gesundheit/Lymphödem
Lymph-Liga appelliert an Gesundheitsministerin
Mehr Therapie und Rehabilitation,
einheitliche Kassenleistungen bei Lympherkrankungen
Wien, 8.3.2007.
85 Prozent aller Lympherkrankten sind Frauen. Den Internationalen Frauentag hat daher die Österreichische Lymph Liga zum Anlass genommen, einen Vorstoß für alle LymphödempatientInnen bei Gesundheitsministerin Andrea Kdolsky zu unternehmen. Der Lymph Liga geht es um österreichweit einheitliche Kassenleistungen sowie verbesserte Therapie- und Rehabilitationsangebote.
≥Die PatientInnen müssen oft ein Leben lang teure Kompressions-Maßstrümpfe und aufwändige Bandagen tragen, und ebenso aufwändige Behandlungen über sich ergehen lassen„, erklärt Primarius Dr. Walter Döller vom Präsidium der Österreichischen Lymphliga in aller Kürze die komplexe Erkrankung. Diese ist nicht nur ein medizinisches, sondern in hohem Ausmaß auch ein psychosoziales Problem für PatientInnen und Angehörige.
Das Lymphgefäßsystem ist für den Abtransport von Flüssigkeit und Eiweiß aus dem Gewebe verantwortlich. Kommt es zu einer Störung des Abtransportes bzw. der Transportkapazität, bleiben die Flüssigkeit und das Eiweiß im Gewebe zurück und es entsteht eine Schwellung - das Lymphödem.
Dass bei der Therapie den Sozialversicherungsträgern eine wichtige ökonomische Funktion zukommt, zeigt sich immer wieder bei Klagen von PatientInnen bei der Österreichischen Lymph Liga, die verschiedene Leistungen bei ihrer Krankenkasse einreichen, deren Bezahlung jedoch nicht immer bewilligt bekommen.
Rehabilitationsaufenthalte sind meist öfter ˆ manchesmal mehrmals jährlich ˆ notwendig. Auch regelmäßige ambulante Behandlungen (Komplexe Physikalische Entstauungstherapie, bestimmte krankengymnastische Übungen und Hautpflege) sind oft lebenslang regelmäßig und in ausreichendem Ausmaß nötig.
Kompressionsstrümpfe nach Maß (die mindestens halbjährlich erneuert und zum Wechseln doppelt angefertigt werden müssen) kosten mehrere hundert Euro.
Lymph Liga ˆ Vizepräsident Döller: ≥Was die Krankenkassen bezahlen, ist für PatientInnen nicht leicht zu durchschauen. Manche Leistungen sind nur schwer durchzusetzen, und sie variieren stark je nach Bundesland und Krankenkasse.„
Weitere Informationen auf der Homepage der Österreichischen Lymph Liga www.lymphoedem.at. Interessenten und Betroffene bekommen unter der Telefonnummer 0 26 72/84 473 bzw. unter office@lymphoedem.at alle Informationen über Lymphliga und Therapiemöglichkeiten.
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