AW: Bandagierung
Hallo liebes Forum!
Hoffe zumindest, daß hier auch wirklich ein Forum ist, auch wenn ich keine Einträge finde und daß ich die eine oder andere Antwort bekomme!
Habe meinen Beitrag/Hilferuf auch schon ins deutsche Forum eingestellt und hoffe jetzt auf viele Reaktionen, die mir weiterhelfen!
Habe leider auch noch keine Erfahrungen mit Eigenbandagierung beizutragen, aber einige verzweifelte Fragen!
Bin 48 Jahre alt, fulltime berufstätig (vor allem am Schreibtisch sitzend), in Wien zu Hause und habe ein Lipödem mit sekundärem Lymphödem, das dazu führt, daß vor allem meine Füsse und Knöchel sehr stark anschwellen und ich mittlerweile Schuhgröße 42 tragen muß (was bei Frauen die Auswahl eindeutig erschwert:-). An die dicken Oberschenkel bin ich seit meiner Jugend gewöhnt (hatte ich auch in meinen schlanksten Zeiten, als ich bei 1,75 m Größe immerhin Kleidergröße 40/42 tragen konnte) und bei jeder Berührung blaue Flecken bekam ich auch schon immer. Bin jetzt endlich voriges Jahr zu einer Ärztin gelangt, die sich mit dem Problem auskennt und mir eine KPE verschrieben hat, die ich vor drei Wochen begonnen habe, nachdem ich bis jetzt einmal wöchentlich privat zu eine MLD gegangen bin. Meine Ärztin hat mir empfohlen, jetzt einmal "kurmäßig" 20 KPE zu machen, dann auf Kur/stationäre Behandlung zu gehen und dann Kompressionsstrümpfe anpassen zu lassen. War bisher fünfmal bei der KPE und habe das Problem, daß die Bandagierung gerade einmal 20 Schritte lang hält und dann zum Rutschen anfängt; meistens gottseidank nur bis zum Knie. Habe von der Therapeutin einen Weg von cirka 15 Minuten bis nach Hause und muß zwischendurch zweimal ins Kaffehausgehen um dort am WC meine Bandagen zu richten. Jetzt gebe ich oben, am Ende der Bandage, schon eine selbsthaftende Bandage dazu, damit das Zeug ein bisschen besser hält, aber die Beine sind auch nicht gleich hoch gewickelt (Unterschied von etwa 5-10 cm), was dazu führt, das die selbhaftende Bandage am anderen Bein so stark reibt, daß ich nach 10 Schritten wundgerieben bin. Meine Therapeutin meint, ich habe eine ungünstige Beinform, es fällt mir aber nicht wirklich etwas ein, was ich dagegen tun kann, daß sie nach obenhin immer runder werden! Ich lasse jetzt die Bandagen immer etwa 3 - 5 Stunden drauf, bis ich schlafen gehe oder solange ich es aushalte (obwohl sie oben rutschen, schneiden sie unten beim Rist/Knöchel nach einiger Zeit ziemlich ein). Ist es überhaupt sinnvoll, die Bandagen nur so kurz zu tragen? Jedenfalls fühl ich mich mit den Bandagen echt behindert und es kann keine Rede davon sein, daß ich mit den bandagierten Beinen Bewegung mache (und sei es nur spazieren gehen) oder vielleicht sogar den ganzen Tag im Büro sitzen könnte. Habe auch schon probiert, eine Hose mit längerem Bein anzuziehen, aber die hält leider auch nicht fest: die Hose rollt nach oben, die Bandagen rutschen nach unten Gefühlsmäßig würde ich sagen, es liegt an diesem komischen "Gazestrumpf" der unter den Bandagen ist - wofür braucht man den? Ausserdem habe ich zeitweise das Gefühl, daß meine Füße, vor allem im Knöchelbereich, eindeutig gut auf die Behandlung ansprechen (der Effekt hält etwa 2 Tage nach der Behandlung an), aber der Vorfuß und meine Zehen, die nicht bandagiert werden, immer breiter werden. Kann mir irgendjemand von Euch vielleicht den einen oder anderen Tip geben?
Vielen Dank und liebe Grüße an alle LeidenskollegInnen!
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