Rückschau ÖLL-Jahrestagung 2019 im LKH Steyr ©Jack Haijes, Werner Leutner & Klaus Altenhuber

Informations-Nachmittag Graz

Die Landesstelle Steiermark lädt zum
Informationsnachmittag nach Graz
Wann: Samstag, 30. November 2019 um 12.00 Uhr
Wo: Sanitätshaus Ortho-Aktiv, Gradnerstraße 108, T: 0316/76 00 25
Themen: Herr Dr. Stefan Werner, Dermatologe und Phlebologe, steht Ihnen gerne für Fragen rund um die “Hautpflege” zur Verfügung.
Die Firma Juzo stellt ihr neuen Produkte mit Fokus “Selbstmanagement” vor.
Für Interessierte gibt es die Möglichkeit einer kostenlosen Fußanalyse zur Beseitigung von Ungleichgewichten durch das Ödembein.
Frau Selina Koch berät Sie zur Kostenübernahme durch die Krankenkasse
Frau Dr. Amrei Klemmer gibt wertvolle Tipps zum Leben mit dem Lymphödem.
Im Anschluss lädt die Firma Ortho-Aktiv zu einem kleinen Imbiss & Getränken.
Um eine verbindliche Anmeldung wird gebeten bei
Frau Karin Zotl T: +43 660 346 1517, E: steiermark.lymphliga@lymphoedem.at

Lymphödem: „Häufig – jedoch zu selten erkannt und therapiert“

Lymphödem: „Häufig – jedoch zu selten erkannt und therapiert“

Ende September ging die große Jahrestagung der Österreichischen Lymph-Liga (ÖLL) im LKH Steyr sehr erfolgreich über die Bühne.

Eröffnet wurde die Veranstaltung von Dr. Harald Schöffl, Vorstandsdirektor Gespag OÖ und dem Gastgeber Prim. Dr. Franz Lettner, Vorstand des Instituts für Physikalische Medizin im LKH Steyr sowie dem Präsidenten der österreichischen Lymph-Liga ao.Univ.-Prof. Dr. Richard Crevenna, Leiter der Universitätsklinik für Physikalische Medizin, Rehabilitation und Arbeitsmedizin am AKH Wien.

Vorträge und Workshops

Vorstandsdirektor Harald Schöffl verwies darauf, dass die neue Gesundheitsholding ÖO zu den größten Ausbildnern für Gesundheitsberufe in Österreich zählt.

In den Vorträgen und Workshops ging es unter anderem um die Ausbildung von Ärzten und Therapeuten, um die richtige Diagnose „Lymphödem“ unter dem Motto „häufig – jedoch selten erkannt“ stellen zu können. Ein weiterer Schwerpunkt war die unumgängliche Therapie für diese chronische Krankheit, die „Komplexe Physikalische Entstauungstherapie (KPE)“, die immer wieder als „Goldstandard“ in der Behandlung angeführt wurde.

Weiters wurden auch neue innovative Therapien, wie die Stoßwellentherapie vorgestellt.

Zweikassenmedizin

Die Vizepräsidentin der Lymph-Liga, Dr. Melanie Wohlgenannt aus Innsbruck, referierte zu dem von ihr erstellten Qualitätsbericht, der eine Menge Mängel in Diagnose und Therapie aufzeigt. Einerseits sind diese auf die unzureichende Ausbildung zurückzuführen und andererseits auf die lückenhafte Kostenerstattung der notwendigen Therapie. Es werden ambulante KPE – Intensivtherapien nicht kontinuierlich verordnet und bewilligt. Die Therapiepausen verschlechtern massiv den Zustand der Ödeme. Die laufenden Therapien aus der eigenen Tasche zu berappen, ist für viele Patientinnen und Patienten nicht möglich. „Einem Lymphpatienten die KPE wegzunehmen hat auf das Krankheitsbild genauso negative Auswirkungen, wie wenn man einem Diabetiker das Insulin wegnehmen würde. Es ist eine Zweikassenmedizin“, verlieh Dr. Wohlgenannt dieser Schieflage Nachdruck.

In dieselbe Kerbe schlug Prim. Franz Lettner, indem er sein Unverständnis äußerte, dass sehr oft – manchmal zu oft – teure Medikamente verschrieben bzw. bewilligt würden, eine erforderliche physikalische Therapie – wie beim Lymphödem – hingegen verwehrt wird. Hier müssen auch die betroffenen Berufsgruppen noch viel Aufklärungsarbeit bei allen beteiligten Stellen, wie den Krankenkassen, leisten.

„Häufig – jedoch zu selten erkannt und therapiert“, ist das Lymphödem noch immer eine Krankheit, die zu wenig Beachtung in unserer Gesellschaft findet. Es gibt 150.000 Betroffene – meistens Frauen, die unter dieser chronischen Krankheit leiden.

Die Modebloggerin und selbst Betroffene, Caroline Sprott, machte den Ödempatienten Mut unter anderem indem sie auf die Wichtigkeit der Psyche verwies und in diesem Zusammenhang auf die Bewegung, die dem Geist guttut. Ihr Vorredner Timothy Hasenöhrl von der Universitätsklinik Wien unterstrich mit einer Untersuchung die positiven Auswirkungen von Krafttraining und Bewegung auf den Krankheitsverlauf beim Lymphödem.

25 Jahre ÖLL

Der langjährige Präsident und „Vater“ der Österreichischen Lymph-Liga Dr. Walter Döller, spannte anlässlich des 25jährigen Bestehens einen Bogen vom Beginn bis heute über die Arbeit der Lymph-Liga und schloss mit den Worten: „Es gibt noch viel zu tun“! Ein weiterer Schritt in die richtige Richtung wurde mit diesem Kongress getan, denn sowohl Teilnehmer als auch die Veranstalter waren sich einig, dass dadurch Oberösterreich kein lymphologisches Niemandsland mehr ist.

Alle Vorträge sind demnächst auf Freies Radio Freistadt nachzuhören: https://cba.fro.at/station/freies-radio-freistadt

Die nächste Jahrestagung der Österreichischen Lymph-Liga als Kongress findet im Herbst 2021 in Wien statt.

Freies Radio Freistadt

Tolle Radiosendung mit unserem ÖLL-Team aus OÖ, Susan Schlums und Heidi Hirtenlehner, über das Lymphödem und die Jahrestagung in Steyr!

Hier geht´s zum Nachhören auf Freies Radio Freistadt!

Gruppentreffen der ÖLL-Landesstelle Graz

25. Juni 2019 ab 16:00 Uhr, Eintritt frei!
Dauer: ca. 1 Stunde, anschließend gemütliches Beisammensein zum gegenseitigen Austausch!
Thema: “Kompressionsbestrumpfung in der warmen Jahreszeit”
  • Helmut Einfalt Medi Austria
  • Sandra Payer BSN Medical
  • Tipps und Tricks im Sommer-Alltag von Betroffenen für Betroffene

Abschließend Programmüberblick ÖLL-Jahrestagung Sept. 2019 in Steyr.

Wo: Gasthof “Goldener Hirsch”
Kahngasse 22, 8045 Graz;
(Anreise vom Hauptbahnhof mit dem Bus Nr. 53 bis Haltestelle Neugasse;
Gasthof befindet in dortiger unmittelbarer Nähe)
Um Anmeldung wird gebeten unter:
Dr. Franziska Klemmer, T: +43 664 516 5746, Karin Zotl, T: +43 660 346 1517
E: steiermark.lymphliga@lymphoedem.at

Bitte Fragebogen für Masterarbeit beantworten!

Im Rahmen meiner Masterarbeit, welche ich im Studiengang Gesundheitsmanagement über die FH Eisenstadt absolviere, beabsichtige ich eine Umfrage bei Personen, die an einem Lymphödem leiden, Personen, die mit der Therapie betraut sind, sowie Bandagisten durchzuführen.

Das Thema der Masterarbeit lautet: 
Management der interdisziplinären Zusammenarbeit im intra- und extramuralen Bereich bei der Versorgung von Lymphödempatienten und -patientinnen, zur Gewährleistung von Verbesserungsmöglichkeiten für alle beteiligten Personen auf längere Sicht.

Daher würde ich Sie gerne einladen, an der Befragung teilzunehmen.
Ziel der Umfrage ist es, die Probleme aus Ihrer Sicht darzustellen und mit Umfrageteilnehmern aus verschiedenen Bundesländern sowie Berufsgruppen zu vergleichen.

Selbstverständlich werden zum Schutz Ihrer persönlichen Daten die gesetzlichen Grundlagen eingehalten. Mir ist es ein besonderes Anliegen, dies hier zu erwähnen und ich versichere Ihnen eine anonymisierte Auswertung ihrer Antworten. Ihre Daten werden daher ausschließlich auf Grundlage der gesetzlichen Bestimmungen (DSGVO, TKG 2003) verarbeitet. Durch Rücksendung des beantworteten Fragebogens gestatten Sie uns die anonymisierte Auswertung Ihrer Antworten (Einwilligungserklärung).

Fragebogen für Patientinnen und Patienten: https://forms.gle/6d2LSxTACuJ3dZ7F9

Fragebogen für Therapeutinnen und Therapeuten: https://goo.gl/forms/asAfiWFCoxsDs0Ty1
Fragebogen für Ärzte und Ärztinnen in Einzel- oder Gruppenpraxenhttps://forms.gle/GpxdwDSe31pdkATM6
Fragebogen für Ärzte und Ärztinnen in Therapiezentrenhttps://forms.gle/UXLQRB9VhA8QYF4bA
Danke für die Unterstützung

Mit freundlichen Grüßen aus Linz

Sabine Reisinger

Das Vorprogramm für die Jahrestagung 2019 ist fixiert

Lymphödem – leitliniengerechte Diagnostik und Therapie“
Große Jahrestagung 2019 der Österreichischen Lymph-Liga
Am 20. und 21. September 2019 findet die ÖLL-Jahrestagung in Kooperation mit dem Krankenhaus Steyr unter dem Titel „Lymphödem – leitliniengerechte Diagnostik und Therapie“ statt.
Gleichzeitig mit der Jahrestagung begeht die Österreichische Lymph-Liga ihr 25-Jahr Jubiläum. Dies wird Anlass sein, die bewegte Geschichte der ÖLL in Steyr Revue passieren zu lassen.
Die Österreichische Lymph-Liga freut sich auf eine zahlreiche Teilnahme!

Hier geht es zum Vorprogramm
AUSGEBUCHT! Leider keine Anmeldung mehr möglich.

Lymphologische Wintertagung in Walchsee

Am 11. und 12. Januar 2019 fand die lymphologische Wintertagung in Walchsee statt. Gastgeber waren auch dieses Jahr die „Gesellschaft für Manuelle Lymphdrainage nach Dr. Vodder und sonstige lymphologische Therapien“ und das Wittlinger Therapiezentrum. 200 Teilnehmer aus aller Welt profitierten von Workshops und Vorträgen renommierter nationaler sowie internationaler Ärzte und Therapeuten.

An zwei Tagen standen die Erfahrungen und neuesten Erkenntnisse renommierter internationaler Ärzte und Therapeuten über Veränderungen in der medizinischen und therapeutischen Behandlung von Erkrankungen des lymphatischen Systems im Vordergrund. 200 TeilnehmerInnen nutzten diese Chance und reisten aus Japan, China, Hongkong, Kanada, den USA, Australien und mehreren europäischen Ländern nach Walchsee in Tirol.

Genaue Infos zu den Vorträgen gibt es hier: Abstraktband

Die Veranstaltung gab Einblicke in die Entwicklung der Massage-Methode „Manuelle Lymphdrainage nach Dr. Vodder“ der letzten Jahrzehnte und betrachtete das Lymphgefäßsystem differenziert aus der Perspektive unterschiedlicher Disziplinen. „Neben interessanten klinischen und wissenschaftlichen Themen möchten wir mit der Tagung einen interdisziplinären Meinungsaustausch fördern“, erklärt Dr. Margit Oberjakober. Die Allgemeinmedizinerin gestaltete dieses Mal als Kongresspräsidentin und wissenschaftliche Organisatorin die lymphologische Wintertagung wesentlich mit.

Verleihung des Dr. Vodder/G. Wittlinger Preises

Die Wittlinger Therapiezentrum GmbH und die Gesellschaft für Manuelle Lymphdrainage nach Dr. Vodder haben im Rahmen der Tagung den Dr. Vodder/G. Wittlinger Preis verliehen, der für neue Erkenntnisse auf dem Gebiet der Lymphologie ausgeschrieben wird. Dieses Jahr wurde diese Ehre Dr. Dragana Bojinović-Rodić aus Banja Luka zuteil, welche die Wirksamkeit der „State of the Art“-Behandlung bei Patientinnen mit Armlymphödem nach Brustkrebsbehandlung, der kombinierten physikalischen Entstauungstherapie (KPE) mit der gleichen Behandlung und zusätzlicher apparativer intermittierender Kompression (AIK) verglich. Dabei stellte die Preisträgerin fest, dass die AIK keinen zusätzlichen Effekt in der Behandlung von Patientinnen mit Armlymphödeme bringt. Neben der wissenschaftlichen Publikation kann sich Frau Dr. Bojinović-Rodić über € 2.500,- Preisgeld für ihre Studie freuen.

Forschung und Praxis im Einklang

Am ersten Tag der Wintertagung fanden Workshops und praktische Kurse statt. Die internationalen Workshop-Leiter demonstrierten ihre Erfahrungen in den Zusatzbehandlungen zur „State-of-the-Art“ – Therapie des Lymphödems, der KPE, direkt an den Teilnehmern. Zudem präsentierten 12 internationale Aussteller ihre neuen Produkte, wie die unterschiedlichen Arten von Kompressions-Strümpfe, Elektrotherapiegeräte, Stoßwellengerät für Therapeuten und Patienten. Im Festvortrag wurde von Dr. Rainer Pawelke, Internist im Wittlinger Therapiezentrum, die Entwicklungen in der Lymphologie seit den 80er Jahren aufgegriffen und die Neuheiten in der Endothelzellforschung erläutert.

„Die Mischung aus Erfahrungsberichten aus der ganzen Welt in der Anwendung aus der physiotherapeutischen und ärztlichen Praxis und den neuesten Forschungsergebnissen erklärt den großen Erfolg dieses Kongresses“, betont Prof. Dr. Erich Brenner, Präsident der Gesellschaft für Manuelle Lymphdrainage nach Dr. Vodder. Begleitet wurde der Kongress außerdem von einem attraktiven Rahmenprogramm in der verschneiten Tiroler Natur wie Schneeschuhwanderungen, Langlaufschulungen, Pferdeschlittenfahrten und Rodelpartien.

Einige Vorträge der Referenten sind über die Homepage der Gesellschaft für manuelle Lymphdrainage nach Dr. Vodder und lymphologischen Therapien downloadbar: https://www.gfmlv.at/tagungen

©ofp kommunikation

v.l.n.r.: Dieter Wittlinger (GF Wittlinger Therapiezentrum), Kongresspräsidentin Dr. Margit Oberjakober, Dr. Erich Brenner (Präsident der GfMLV) und  Dr. Rainer Pawelke (Internist im Wittlinger Therapiezentrum).

Am ersten Tag der Tagung fanden unterschiedliche Workshops statt. Auch Professor Hildegard Wittlinger gab ihr Wissen rund um die Behandlung von Erkrankungen des lymphatischen Systems weiter.

12 Aussteller präsentierten neben den Workshops und Vorträgen ihre neuen Produkte für Therapeuten und Patienten.

Der renommierte Dr. Vodder/G. Wittlinger Preis wurde dieses Jahr an Dr. Dragana Bojinović-Rodić (Mitte) von Prof. Hildegard Wittlinger und dem Präsidenten der GfMLV, Dr. Erich Brenner, übergeben.

Mit dabei Dr. Melanie Wohlgenannt, Lymph-Liga Vize-Präsidentin und ÖLL-Landesstellen Leiterin Tirol (3. von links).

Nachruf Prof. Prof. h. c. Dr. med. Michael Földi

Die Österreichische Lymph-Liga trauert um Prof. Prof. h.c. Dr. med. Michael Földi, der am 20. Oktober 2018 knapp vor seinem 99. Geburtstag in Freiburg verstorben ist.

Prof. Dr. M Földi war einer der bedeutendsten, vor allem einer der der anerkanntesten Wissenschaftler der Lymphologie der Welt überhaupt. Er war aber auch ein sehr guter Lehrer und hat sein Wissen ungeachtet der Person, ob Arzt, Therapeut oder Patient weitergegeben. Ein Meilenstein in der Lymphologie ist das erste Lehrbuch der Lymphologie, dass er mit seiner Gattin Frau Prof. Dr.med Etelka Földi und Prof. Dr. med. Stefan Kubik herausgegeben hat, wo sein Wissen und das vieler berühmter lymphologischer Wissenschaftler niedergeschrieben ist, inzwischen ist es in mehreren Sprachen erschienen. Die Aus-und Weiterbildung der Ärzte und Therapeuten waren Prof. Dr. M. Földi ein großes Anliegen.

Er hat das Fachgebiet der Lymphangiologie aus dem wissenschaftlichen Dornröschenschlag erweckt und durch seine Forschungsergebnisse mit bekanntem Wissen zusammengeführt. Durch Umsetzung seiner Forschungsergebnisse in die Praxis gemeinsam mit seiner Gattin Frau Prof. Dr. Etelka Földi hat er dazu beigetragen, dass tausenden PatientInnen mit Lymphödem-Erkrankungen weltweit geholfen werden konnte und heute noch kann, da seine Methoden weltweit bekannt und anerkannt sind.

Als Doyen der Lymphologie weltweit war er auch Gründungsmitglied der ISL (Internationale Gesellschaft für Lymphologie), Wissenschaftliche Diskussion über Lymphologie war ihm immer wichtig.

Wir, der Vorstand und die Mitglieder der ÖLL trauern um Prof Dr Michael Földi und wir werden immer ein ehrendes Andenken bewahren.

Unser inniges Mitgefühl gilt der geschätzten Gattin, Frau Prof. Dr. Etelka Földi und seiner ganzen Familie.

Univ. Prof. Dr.med. Richard Crevenna (Präsident)

Prim. Dr.med. Walter Döller (Vorstandsmitglied)

im Namen der Österreichischen Lymph-Liga